Jeder Selbstständige, Freelancer, Solopreneur, Gewerbetreibende oder Einzelunternehmer kennt es: Die monatliche oder quartalsweise fällige Umsatzsteuervoranmeldung, zeitaufwändiges Belege sammeln und abheften oder die jährliche, stellenweise sehr komplexe Steuererklärung. Was für viele bisher eher ungewollte Arbeit war, soll durch moderne Buchhaltungssoftware mit Automatisierung und künstlicher Intelligenz endgültig zum Kinderspiel werden

Doch wie gut sind Buchhaltungstools eigentlich? Helfen sie wirklich dabei, die stellenweise komplexe Buchhaltung einfacher zu machen? Welche Anbieter gibt es auf dem deutschen Markt und was unterscheidet sie voneinander?

In unserem großen Buchhaltungssoftware Test 2019 zeigen wir dir, worauf du bei der Wahl deiner Buchhaltungssoftware achten solltest und welche Anbieter die besten sind. Außerdem geben wir dir einen Überblick über alle wichtigen Funktionen und Besonderheiten dieser Tools.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Buchhaltungssoftware dient der Erfassung und Verwaltung von Einnahmen und Ausgaben. Büroabläufe werden vereinfacht und verschiedene Zusatzfunktionen automatisieren die Buchführung.
  • Buchhaltungssoftware gestaltet die Arbeit von Einzelunternehmen und Kleinunternehmen effizienter und deckt Bereiche wie Angebotserstellung, Rechnungswesen oder Online-Banking ab.
  • Kaufmännische Softwarelösungen machen den Weg frei für das papierlose Büro. So können Belege mit dem Smartphone abfotografiert und direkt verbucht werden.

Buchhaltungssoftware Test: Das Ranking

Lexoffice

Das Online-Rechnungsprogramm richtet sich besonders an Freiberufler und kleinere Firmen. Eine einfache Bedienung steht im Vordergrund. Das Studium eines Handbuches ist nicht notwendig.

Für eine monatliche Gebühr von knapp 15 Euro erhält der Nutzer einen umfangreichen Funktionsumfang, welcher einen Buchführungsassistenten, Kassenbuch, Anlagenverwaltung oder grafische Auswertungen inkludiert.

Lexoffice ermöglicht eine übersichtliche Arbeitsweise. Spezielle Kenntnisse sind nicht notwendig. Der Zugriff auf alle Daten kann via App und Internet auch unterwegs erfolgen. Da sich die Daten auf dem Hersteller-Server befinden, ist eine Internetverbindung Voraussetzung, um mit dem Programm arbeiten zu können.

Fastbill

Fastbill ermöglicht die professionelle Rechnungserstellung. Die Belegverwaltung wird vereinfacht. Elektronische Belege werden automatisch erfasst. Dabei werden mehr als 5.000 Online-Portale berücksichtigt. Papierbelege können abfotografiert und über die App weitergeleitet werden.

Die Umsätze lassen sich online abrufen. Der Premium-Tarif inkludiert die Vorkontierung von Belegen. Mit Lohnbuchhaltung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Umsatzsteuervoranmeldung können auch Aufgabe des Steuerberaters übernommen werden. Die Speicherung der Daten erfolgt auf deutschen Servern.

Sevdesk

Sevdesk bietet eine einfach zu bedienende Cloud-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen. Für einen Preis von knapp sieben Euro pro Monat können unbegrenzt viele Buchungen getätigt werden.

Die Cloud-Software bietet Belegerfassung, Kassenbuch, Buchführungsassistenten, Texterkennung und automatische Kontozuordnung. Nach einmaliger Hinterlegung der Kundendaten lassen sich die Rechnungen schnell und einfach erstellen.

Eingangsrechnungen können abfotografiert und über die Sevdesk App weitergeleitet werden. Ebenso ist die Weiterleitung per E-Mail möglich. Die Software erkennt alle relevanten Daten auf Belegen und Rechnungen und macht Vorschläge zu passenden Buchungskategorien.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Buchhaltungssoftware kaufst

Jedes Unternehmen benötigt eine fundierte Buchhaltung, um seine Geschäftsvorgänge zu dokumentieren und rechtskräftig wie fristgerecht dem Finanzamt vorzulegen.

Das Erstellen der Rechnungen, das Erfassen der Belege, die Auftragserteilung und Zahlungsabwicklung und die notwendigen Umsatz- und Vorsteueranmeldungen kosten Zeit und Aufwand.

Moderne Buchhaltungsprogramme erledigen die ungeliebten Aufgaben schnell und effizient.

Fehler werden vermieden und Arbeitszeit kann eingespart werden. Passende Lösungen für Einzelunternehmen, Handwerker und den Mittelstand ermöglichen die praxisnahe Umsetzung der gestellten Aufgaben.

Vor der Anschaffung einer Buchhaltungssoftware sollten einige Fragen geklärt werden.

Besteht zwischen Buchhaltung und Buchführung ein Unterschied?

Oftmals werden beide Begriffe in einem Kontext verwendet. Dennoch gilt es, Unterscheidungen zu treffen. Die Buchführung bezeichnet lediglich die Aufzeichnung und Dokumentation der Geschäftsvorgänge auf der Grundlage der vorhandenen Belegwirtschaft.

Die richtige Buchhaltunssoftware gibt es nicht, denn jeder hat andere Ansprüche und Vorlieben an die Software. (Bildquelle: unsplash.com / Square)

Die Buchhaltung umfasst die Dokumentation und Analyse aller im Unternehmen anfallenden Geschäftsvorgänge. Es werden alle Prozesse, welche das Vermögen der Firma betreffen einbezogen.

Dazu zählen:

  • Einnahmen
  • Abschreibungen
  • Aufwendungen für Material
  • Mietkosten
  • Aufwendungen für Löhne und Gehälter
  • Kredite

Besteht eine Pflicht zur Buchführung?

Jedes Unternehmen ist generell zur Buchführung verpflichtet. Doch dabei gibt es Unterschiede. Die Pflicht zur doppelten Buchführung umfasst die Erstellung von Bilanz und Jahresabschluss. Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) stellt eine vereinfachte Form der Buchhaltung dar.

Welche Methode letztlich greift, ist von der Rechtsform des Unternehmens, einem Eintrag im Handelsregister und dem erzielten Jahresumsatz abhängig.

Das Handelsgesetzbuch gibt vor, dass ein Eintrag in das Handelsregister zur doppelten Buchführung verpflichtet.

Die Pflicht zur doppelten Buchführung besteht für:

  • Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Gesellschaften mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaften (GmbH & Co. KG)
  • Aktiengesellschaften (AG)
  • Offenen Handelsgesellschaften (OHG)
  • Kommanditgesellschaften (KG)
  • Unternehmen, deren Gewinnsumme 50.000 Euro jährlich übersteigt und deren Umsatzsumme bei 500.000 Euro und mehr pro Jahr liegt, sind grundsätzlich zur doppelten Buchführung verpflichtet.

Kleinunternehmen, Freiberufler und Gewerbetreibende, deren jährliches Nettoeinkommen weniger als 17.500 Euro umfasst, müssen lediglich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung vorlegen.

Die Belegerfassung ist jedoch für alle Unternehmer relevant. Belege müssen über einen Zeitraum von zehn Jahren aufbewahrt werden und sollten nicht als Loseblattsammlung in der Schublade existieren, sondern jederzeit abrufbar sein.

Welchen Nutzen bringt eine Buchhaltungssoftware?

Während in Großbetrieben Buchhaltungsexperten eingestellt werden, sind Kleinunternehmer oder kleinere Firmen bei der Buchhaltung auf sich selbst gestellt. Es fehlt häufig an Fachkenntnis und die finanziellen Mittel für die Beschäftigung eines professionellen Buchhalters können nicht aufgebracht werden.

Sind Laien am Werk, passieren Fehler und diese können Auswirkungen auf die Bilanz des Unternehmens haben. Eine Buchhaltungssoftware ist von Vorteil, wenn alle Geschäftsvorgänge schnell und sicher erfasst werden sollen.

Ein wichtiger Aspekt sind auch  die Aktualität und die rechtliche Absicherung der Vorgänge. Buchhaltungssoftware wird durch regelmäßige Updates auf dem neuesten Stand gehalten und entspricht damit den gesetzlichen Vorgaben.

Welche Abrechnungsformate sollte eine Buchhaltungssoftware beherrschen? Generell sollte ein leistungsfähiges und zeitgemäßes Buchungsprogramm folgende Abrechnungsformate inkludieren:

Abrechnungsformat Beschreibung
Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) Die Betriebswirtschaftliche Auswertung ist für kleinere und mittelgroße Firmen relevant. Es lässt sich die aktuelle finanzielle Situation des Unternehmens offenlegen., Es wird auf die laufenden Daten der Buchhaltung zurückgegriffen. Im Unterschied zur Bilanz kann die BWA die aktuelle Unternehmenslage deutlich machen.
Einnahmen- Überschussrechnung (EÜR) Diese einfache Form der Gewinnermittlung ist das Gegenstück zur doppelten Buchführung. Die EÜR greift, wenn bei Selbständigen, Freiberuflern oder Kleinunternehmern keine Pflicht zur doppelten Buchführung besteht., Werden die geltenden Gewinngrenzen überschritten, erteilt das Finanzamt eine Buchführungspflicht.
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) Die Gewinn- und Verlustrechnung ist relevant für den Abschluss des Geschäftsjahres. Durch die Gegenüberstellung von Gewinn und Verlust lässt sich der Unternehmenserfolg bestimmen., Ein Gewinn liegt vor, wenn die Erträge höher sind als die Aufwendungen. Übersteigen die Aufwendungen den Gewinn, verzeichnet das Unternehmen einen Verlust.

Nicht jeder Unternehmer wird alle Formate benötigen. Die Kaufentscheidung ist darauf auszurichten, welche Abschlussarten relevant sind. Es kann sich dabei durchaus rechnen, wenn eine Software zwar nicht alle Formate umfasst, dafür aber preiswert und einfach zu bedienen ist.

Werden Vergrößerungen und Umstrukturierungen des Unternehmens geplant, sollten Buchhaltungsprogramme mit allen genannten Abrechnungen nicht fehlen, denn ändern sich die Rechtslage und die Einkommenssituation, werden oft auch andere oder weitere Abrechnungen benötigt.

Einige Programme sind auch für die Erstellung von Finanzreports und Liquiditätsrechnungen ausgelegt. Diese Features können dem Controlling im Unternehmen wertvolle Hinweise liefern.

Entscheidung: Welche Arten von Buchhaltungssoftware gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen zwei verschiedenen Typen Buchhaltungssoftware unterscheiden:

  • Buchhaltungssoftware für den PC
  • Online-Tools

Worum handelt es sich bei Buchhaltungssoftware für den PC und worin liegen die Vor- und Nachteile von Buchhaltungssoftware für den PC?

Die Ausrüstung mit Buchhaltungssoftware bedeutet für den Unternehmer eine einmalige Anschaffung. Für einen festen Preis bekommt der Anwender das Programm auf einem Datenträger oder als Download auf den Rechner zur Verfügung gestellt.

Vorteile
  • Einmalige Anschaffung
  • Keine Folgekosten
  • Auch ohne Internetverbindung nutzbar
Nachteile
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Support wird eingestellt
  • Können veralten

Nachdem das Programm auf dem Rechner installiert ist, besteht ein unbefristeter und meist uneingeschränkter Zugriff auf den vollen Funktionsumfang. Updates werden meist vom Hersteller als kostenfreier Service bereitgestellt.

Kommen jedoch neue Versionen des erworbenen Software-Paketes auf den Markt, erfolgt meist die Einstellung des Supports.

Worum handelt es sich bei Online Tools und worin liegen die Vor- und Nachteile von Online Tools?

In jüngster Zeit wird Buchhaltungssoftware vermehrt als Cloud-Lösung angeboten. Du musst in diesem Fall keine Software kaufen, sondern lediglich einen Betrag für deren Nutzung zahlen. Hierbei gibt es unterschiedliche Preismodelle.

Die Gebühren werden in der Regel monatlich fällig und können abhängig von Hersteller und Funktionsumfang des Tools zwischen weniger als zehn und knapp fünfzig Euro liegen.

Vorteile
  • Geringe monatliche Gebühren
  • Automatische Updates
  • Flexibel in Umfang und Anwendung
  • Kompatibel mit allen Betriebssystemen
Nachteile
  • Laufende monatliche Kosten
  • Ohne Internetzugriff keine Nutzung möglich
  • Daten sind auf externen Servern hinterlegt

Das Programm wird generell über das Internet zur Verfügung gestellt und kann auch nur genutzt werden, wenn eine Internetverbindung verfügbar ist. In Funktionsumfang und Nutzungsbedingungen sind die Cloud-Dienste meist flexibel.

So kann eine bedarfsgerechte Buchhaltungslösung für jedes Unternehmen gefunden werden. Der Hersteller zeichnet für die Aktualität seiner Software verantwortlich. Dies wird durch automatische Updates sichergestellt.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Buchhaltungssoftwares vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Buchhaltungssoftwares vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich eine bestimmte Buchhaltungssoftware für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Funktionsumfang
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Aktualität
  • Support
  • Zusatzfunktionen

Funktionsumfang

Die Angebote unterscheiden sich hinsichtlich des Funktionsumfangs. Eine Buchhaltungssoftware für einen Kleinunternehmer muss natürlich nicht alle Zusatzfunktionen enthalten, sollte aber durchaus eine nützliche Hilfe bei unterschiedlichen Abrechnungs- und Dokumentationsprozessen darstellen.

In größeren Unternehmen sollte auf einen möglichst umfassenden Funktionsumfang Wert gelegt werden. Viele Produkte zeichnen sich durch eine übersichtliche Darstellung aller wichtigen Kennzahlen aus und liefern damit nicht nur eine wertvolle Vorarbeit für die Steuererklärung, sondern unterstützen zusätzlich das Controlling im Unternehmen.

Folgende Funktionen zeichnen eine umfangreiche Buchhaltungssoftware aus:

  • Belegerfassung
  • Rechnungserstellung
  • Angebotserstellung
  • Kassenbuch
  • Lohnbuchhaltung
  • Warenwirtschaft
  • Online-Banking
  • Mahnwesen
  • Anlagenbuchhaltung
  • Finanzbuchhaltung
  • Bilanzerstellung
  • verschiedene Schnittstellen
  • betriebswirtschaftliche Auswertungen

Zu den Basisfunktionen einer Buchhaltungssoftware zählen die Belegerfassung und das Rechnungs- und Mahnwesen. Deutliche Unterschiede ergeben sich bei der Anfertigung von Berichten und Auswertungen.

Während beispielsweise Einnahmen-Überschuss-Rechnungen von den meisten Programmen erstellt werden können, werden Gewinn- und Verlustrechnung und Umsatzsteuervoranmeldung nicht von allen Tools umgesetzt.

Benutzerfreundlichkeit

Buchhaltungssoftware soll Laien helfen, ihre Buchführung zu vereinfachen und ordnungsgemäß durchzuführen. Die einfache Bedienbarkeit ist ein wichtiges Kriterium.

Auch ohne BWL-Studium sollte es dem Anwender sofort möglich sein, mit dem Programm zu arbeiten.

Die Tools sollten weitgehend selbsterklärend aufgebaut sein und nicht das Studium umfangreicher Handbücher erfordern.

Aktualität

Die Erfassung und Übermittlung von Daten unterliegt formalen Regeln. Die Buchhaltung darf nicht vom geltenden Steuerrecht abweichen und muss eine nützliche Zuarbeit für den Steuerberater darstellen.

Besonders, wenn du eine Software für den Desktop erwirbst, ist auf Aktualität großer Wert zu legen. Ein veraltetes Programm ist vielleicht auf den ersten Blick ein Schnäppchen, wenn der Support bereits eingestellt wurde, weil eine neuere Version verfügbar ist, wirst du mit der Software jedoch wenig anfangen können.

Wer in puncto Aktualität kein Risiko eingehen möchte, entscheidet sich für eine Cloud-basierte Buchhaltungssoftware. Die Hersteller halten die Programme mit automatischen Updates aktuell.

Support

Für viele Unternehmer ist die Buchhaltung eine der größten Hürden. Tauchen Fragen im Umgang mit der Software auf, sollten sich Anwender nicht alleingelassen fühlen. Ob und wie weit ein Service bereit steht, ist nicht selten vom Preis der Software-Lösung abhängig.

Ein guter Support ist Goldwert. Er ist schnell und unkompliziert zu erreichen und leitet einen gut durch das Problem. (Bildquelle: unsplash.com / Petr Macháček)

Kommt es zu Problemen, sollte der Nutzer auf der Homepage des jeweiligen Anbieters entsprechende Telefonnummern und Kontaktdaten finden.

Einige Anbieter stellen auch Videos und einen umfangreichen FAQ-Bereich bereit, um dem Kunden die Möglichkeit zu geben, eventuell auftretende Probleme selbstständig zu lösen.

Zusatzfunktionen

Neben den Grundfunktionen sind verschiedene zusätzliche Features besonders hilfreich. So erfassen viele Programme nicht nur Rechnungsein- und ausgänge, sondern ermöglichen es auch, Rechnungen zu erstellen. Auch das Mahnwesen lässt sich mithilfe einer umfangreichen Buchhaltungssoftware abwickeln.

Selbstständige und Freiberufler werden die Kassenbuch-Funktion zu schätzen wissen. Hier werden alle Einnahmen und Ausgaben erfasst, welche in bar abgewickelt wurden. Für größere Betriebe ist die Lohn- und Gehaltsabrechnung eine hilfreiche Zusatzfunktion.

Firmen, die ein umfangreiches Anlagevermögen ihr Eigen nennen, werden ein Tool begrüßen, welches die Zugänge und Abgänge im Anlagevermögen verzeichnet, Abschreibungen berücksichtigt und entsprechende Auswertungen vornimmt.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Buchhaltungssoftware

Eine Buchhaltungssoftware ist für jeden Unternehmer eine Hilfe. Dabei gibt es Unterschiede in Preis und Funktionsumfang. Auch ob eine Software in herkömmlicher Form angeschafft werden soll oder besser auf ein Cloud-basiertes Angebot gesetzt wird, ist vor dem Kauf festzulegen.

Wer sich näher mit der Thematik befasst, wird auch folgende Fragen und Antworten interessant finden.

Seit wann gibt es Buchhaltungssoftware?

Die Anfänge der Buchhaltung gehen bis in das Mittelalter zurück. Mit der Erfindung von Schreib- und Rechenmaschine wurde die Abwicklung der Buchungsvorgänge revolutioniert.

Als im Jahre 1941 der erste Computer in Umlauf gebracht wurde, erschlossen sich neue Wege der Dokumentation und Verwaltung von Daten. Die ersten Buchhaltungsprogramme erlaubten die elektronische Datenerfassung. Sie befanden sich zunächst auf Disketten und ließen sich später als CD in den Rechner einlegen und installieren.

Cloudbasierte Buchhaltungsprogramme kamen Anfang der 1980’er Jahre mit der Erfindung des Internets in Umlauf.

Fortan konnten die Daten in der Cloud gespeichert und standortunabhängig abgerufen werden. Nach und nach wurden weitere Funktionen eingebunden, beispielsweise die Übermittlung der Daten via Schnittstellen oder die Verknüpfung mit dem Online Banking.

Was bedeutet CRM in Verbindung mit einer Buchhaltungssoftware?

CRM steht für alle Maßnahmen, die der Pflege und dem Aufbau von Kundenkontakten dienlich sind. Eine CRM-Software ermöglicht eine übersichtliche Strukturierung und Verarbeitung von Kundendaten.

Damit ist es möglich, das Kaufverhalten des Kunden besser zu beobachten und dessen Interessenschwerpunkte herauszufinden. Letztlich können dem Kunden durch CRM individuelle und passgenaue Angebote offeriert werden.

Die Optimierung der Kundendaten durch CRM umfasst die Erfassung von Adressdaten, Marketingmaßnahmen oder die Erstellung personalisierter Newsletter.

Wie erleichtert eine Buchhaltungssoftware die Umsatzsteuervoranmeldung?

Wer zur Abgabe der Umsatzsteuer verpflichtet ist, muss dies entweder vierteljährlich oder monatlich erledigen. Die elektronische Voranmeldung ist pünktlich an das zuständige Finanzamt einzureichen.

Die Digitalisierung erleichtert die Anträge beim Finanzamt enorm. Früher musste man noch unzählige Formulare ausfüllen und heute übernimmt den Großteil schon die richtige Software. (Bildquelle: unsplash.com / Kelly Sikkema)

Umsatzsteuerpflichtige sollten darauf achten, dass die Software ein entsprechendes Tool inkludiert. Ein intelligentes Buchhaltungsprogramm kann die notwendigen Angaben eigenständig den vorhandenen Buchungen entnehmen.

Gute Buchhaltungsprogramme prüfen die Angaben vor dem Versand auf ihre Richtigkeit. Bei einigen Herstellern ist auch die Erstellung der Umsatzmeldung von im EU-Ausland erzielten Beträgen inkludiert.

Warum benötigt eine Buchhaltungssoftware eine DATEV Schnittstelle?

Viele Unternehmer überlassen die Erledigung ihrer Buchführungsangelegenheiten einem Steuerberater. Dieser erstellt dann auf der Grundlage der getätigten Buchungen die jeweiligen Abschlüsse.

In den meisten Steuerbüros wird die Software von DATEV verwendet. Für die reibungslose Übermittlung der Daten, ist es von Vorteil, wenn die Buchhaltungssoftware eine DATEV-Schnittstelle besitzt.

Warum ist der Hersteller einer Buchhaltungssoftware relevant?

Die Nutzung einer Buchhaltungssoftware setzt den Umgang mit sensiblen Daten voraus. Die Wahl sollte auf ein renommiertes Unternehmen fallen, welches bereits seit einigen Jahren auf dem Markt ist und sich mit seiner Produktpalette etablieren konnte.

Das Angebot an entsprechenden Tools ist vielfältig. Es ergeben sich dabei große Unterschiede in Preis und Leistung. Handelt es sich um ein kleines oder noch junges Unternehmen, mag das Tool durchaus innovativ und technisch ausgereift erscheinen.

Schafft es die Firma jedoch nicht, sich auf dem hart umkämpften Markt zu behaupten, kannst du die Software nicht mehr nutzen. Handelt es sich um einen Cloud-Dienst, ist es auch um die bereits hinterlegten Kundendaten geschehen.

Wähle daher ein Unternehmen aus, welches sich bereits einen Namen gemacht hat. Wichtig ist auch, auf einen Firmenstandort in Deutschland zu achten. Damit fallen das Tool und damit auch deine Angaben in den Wirkungsbereich des deutschen Datenschutzgesetzes.

Was kostet eine Buchhaltungssoftware?

Die Unterschiede sind, wie bereits erwähnt, groß und es gibt unterschiedliche Preismodelle. Abhängig von Nutzerzahlen und Funktionsumfang ergibt sich bei monatlichen Abrechnungen eine Preisspanne zwischen fünf und fünfzig Euro.

Bei der Anschaffung einer herkömmlichen Software, welche sofort und in vollem Umfang in den Besitz des Käufers übergeht, werden Kosten zwischen 200 und 400 Euro fällig.

Gibt es auch eine kostenlose Buchhaltungssoftware?

Einige Buchhaltungsprogramme sind auch als Freeware erhältlich. Dabei muss der Nutzer jedoch mit einigen Einschränkungen rechnen. Meist handelt es sich dabei lediglich um einige kostenfreie Basisfunktionen.

Für die Nutzung des kompletten Funktionsumfangs werden Gebühren erhoben.

Die meisten Anbieter stellen ihre Software in Form von kostenlosen Testversionen zur Verfügung. Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit, den Funktionsumfang über einen begrenzten Zeitraum ausführlich zu testen und sich bei Gefallen anschließend für die kostenpflichtige Version zu entscheiden. Der Testzeitraum verpflichtet nicht zum Kauf.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.lexoffice.de/

[2] https://sevdesk.de/

[3] https://www.fastbill.com/

[4] https://shop.lexware.de/ratgeber-buchhaltungssoftware/

[5] https://kontist.com/posts/buchhaltungssoftware

Bildquelle: unsplash.com / HelloQuence

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