Zuletzt aktualisiert: November 2, 2022

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und mit ihr die Technik, die wir täglich benutzen. Bereits im Jahr 2019 verfügten über 90 Prozent der Haushalte in Deutschland über einen Computer. Doch damit nicht genug: Im Jahr 2022 nutzen rund 62 Millionen Personen in Deutschland zusätzlich ein Smartphone oder Tablet. Nahezu jeder von uns ist in heutzutage jeden Tag im Internet unterwegs oder durch das Handy sogar dauerhaft online.

Doch so viel Freude uns die technischen Geräte auch bereiten und so viel Arbeit sie uns erleichtern, so viele unsichtbare Gefahren bringen sie auch mit sich. Denn sind sie nicht umfassend abgesichert, können sie nicht nur durch andere Personen gehackt werden, sondern auch durch sogenannte Malware, Viren und vieles mehr zerstört werden. Das gefährdet nicht nur die auf ihnen befindlichen Daten, sondern auch das Gerät selbst. Mit einer guten Cybersecurity können wir uns davor schützen.

Damit du dir sicher sein kannst, dass deine technischen Geräte ordnungsgemäß gesichert sind, werden wir dir in diesem Artikel die wichtigsten Fakten erklären, die du über Cybersecurity wissen musst. Dabei beantworten wir dir die am häufigsten gestellten Fragen zu diesem Thema und geben dir praktische Tipps mit an die Hand, wie du deine Geräte und Daten sofort vor äußeren Angriffen schützen kannst.

Cybersecurity: Was ist das und wie funktioniert es?

Der Begriff Cybersecurity kommt aus dem Englischen und wird im Deutschen häufig auch als Cybersicherheit bezeichnet. In vielen Kontexten wird die Cybersecurity auch IT-Sicherheit oder elektronische Datensicherung genannt. Mit ihr sind Maßnahmen gemeint, die Systeme, Netzwerke und Porgramme sowie Computer, Mobilgeräte und Daten vor bösartigen digitalen Angriffen schützen.

(Bildquelle: freestocks/ Unsplash)

Diese Angriffe haben es meist auf das Stehlen oder die Zerstörung wichtiger Informationen, das illegale Beschaffen von Geld oder die Zerstörung von Geschäften bzw. bestimmten Abläufen in diesen abgesehen. Auf diese Weise können Kriminelle einer Person oder einem ganzen Unternehmen erheblichen Schaden zufügen. Versucht also jemand mit einem solchen Ziel über das Internet oder andere digitale Wege auf deine technischen Geräte zuzugreifen, sorgt die Cybersecurity dafür, dass dieser Angriff abgeblockt wird. So ist es von außen nicht mehr möglich an deine Daten oder deine Hardware zu gelangen.

Je nachdem auf welchen und wie vielen Geräten oder in welchem Kontext das Sicherheitssystem eingeführt wird, kann man zwischen unterschiedlichen Arten der Cybersecurity unterscheiden:

  1. Netzwerksicherheit (Absicherung eines Computernetzwerks gegen gezielte Angriffe von Außen)
  2. Anwendungssicherheit (Absicherung von Softwares und Geräten gegen Datenleaks)
  3. Cloud-Sicherheit (Absicherung eines Cloudsystems gegen unbefugte Nutzer)
  4. Informationssicherheit (Gewährleistet die Sicherheit und Privatsphäre von Daten beim Senden und Empfangen)
  5. Mobile Sicherheit (Absicherung und Aktualisierung des Betriebssystems auf Mobilgeräten, um Sicherheitslücken zu schließen)
  6. Betriebssicherheit (Schutz von Prozessen in Bezug auf den Umgang Datenbeständen; z.B. Berechtigungen über Zugriff durch bestimmte Nutzer)
  7. Disaster Recovery und Business Continuity (Regelung der Reaktion auf Datenverluste und Prozess der Wiederherstellung im Falle eines erfolgreichen Cyberangriffs auf Unternehmen oder Organisationen)
  8. Endbenutzer Aufklärung (Aufklärung der Nutzer über richtiges Verhalten im Internet und mit digitalen Geräten sowie das Erkennen potenziell gefährlicher Daten wie z.B. Anhänge in Spam-Mails)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Cyber Security

Warum ist Cyber Security wichtig?

Je nachdem worauf es die Angreifer abgesehen haben, kann eine schlechte Cybersecurity schwere Folgen nach sich ziehen. Mit Malware, Hacker-Angriffen und vielem mehr können Kriminelle gesamte Unternehmen zerstören oder die Identität von Privatpersonen stehlen und diese Missbrauchen. Darüber hinaus können wichtige und sensible Daten wie Bankdaten oder Informationen über das Personal einer Firma in die falschen Hände gelangen.

Aus diesem Grund ist eine gute Cybersecurity für jede Person, die mit digitaler Technik umgeht und sich im Internet bewegt unerlässlich. Besonders die IT-Sicherheit in großen Unternehmen wie Krankenhäusern, Banken, Kraftwerken und vielen anderen, die persönliche und sensible Daten verarbeiten und archivieren, ist von großer Bedeutung für ein sicheres Leben in unserer modernen Gesellschaft.

(Bildquelle: Clément Hélardot/ Unsplash)

Darüber hinaus gibt es auf der Welt inzwischen mehr technische Geräte als Menschen, weshalb die Entwicklung enorm schnell voranschreitet und sich auch die Angreifer bzw. deren Vorgehensweise stetig an diese anpasst und verbessert. Somit reichen die Schutzfunktionen eines Betriebssystems auf digitalen Geräten nicht mehr aus, um für eine gute Sicherheit zu sorgen.

Sie müssen durch weitere Maßnahmen, wie Anti-Malware-Programme, ein vorausschauendes Nutzerverhalten sowie sichere Passwörter und mehrstufige Identifikationssysteme ergänzt werden. Für die beste Sicherheit im Internet kannst du dich jedoch auch von deinem Internetanbieter beraten lassen, denn auch die Sicherheit von Routern spielt in der Cybersecurity eine wichtige Rolle.

Wie gefährlich ist Cyber-Kriminalität?

Die Cyber-Kriminalität ist seit den Anfängen des Computers und des Internets eine fortwährende Bedrohung für alle Nutzer. Dies lässt sich nicht nur daran erkennen, dass im Jahr 2022 bereits 46% der Unternehmen Opfer von Cyberangriffen geworden sind. Denn laut einer Umfrage von Statista aus dem Jahr 2020 äußerten 61% der befragten Internetnutzer in den letzten 12 Monaten auch privat von Internetkriminialität betroffen gewesen zu sein.

Zudem haben 86% der Cyberangriffe im Jahr 2021 erheblichen Schaden in Unternehmen verursacht, wie eine Bitkom Research Studie berichtet. Als Hauptgründe wurden dabei Schadsoftwares und Malware, Distributed Denial of Service (DDos), Spoofing und Phishing genannt, welche wir im Folgen noch einmal näher erläutert haben. Dementsprechend ist nicht nur die Anzahl der Cyber-Angriffe in den letzten drei Jahren erheblich gestiegen, sondern auch die Verluste, die sie verursacht haben.

Somit ist es heute wichtiger als je zuvor sich vor Cyberangriffen zu schützen. Denn nicht nicht nur Unternehmen sondern auch Privatpersonen können stark von ihnen geschädigt werden.

Welche Arten von Cyber-Bedrohungen gibt es?

Während einige Cyber-Bedrohungen wie Viren und Trojaner schon seit vielen Jahren bekannt sind, haben sich in den letzten Jahren viele weitere Gefahren für die digitale Sicherheit herausgebildet. Denn aktuell sind es nicht mehr nur die inzwischen altbekannten Viren, gegen die du deine Geräte schützen solltest. Wir haben dir die derzeit häufigsten Bedrohungen einmal aufgelistet und genauer erklärt, damit du potenzielle Angriffe direkt erkennen und bekämpfen kannst.

Phishing

Das sogenannte Phishing ist eine der häufigsten Cyber-Angriffe im Internet. Der Begriff leitet sich aus den beiden englischen Begriffen „password“ und „fishing“ ab und bedeutet so viel wie „Passwort-Fischen“. Dabei erstellen die Angreifer beispielsweise eine Art Kopie einer bekannten Website, die genauso aussieht und funktioniert wie die originale Seite. Auf diese Weise halten User deren Seite für das Original, melden sich mit ihren Nutzerdaten dort an und die Angreifer können diese direkt abfangen und missbrauchen.

Oft gelangen sie auch über angeblich vertrauenswürdige E-Mails oder SMS an die personenbezogenen Daten. Ein häufiges Ziel dieser Angriffe ist es, die Nutzer zu schädlichen Handlungen zu motivieren, in denen sie beispielsweise ihre Identität preisgeben, Kontodaten offenbaren oder eine schädliche Software auf ihrem Gerät installieren. Dies führt im Endeffekt oft zu Identitätsdiebstählen, einem Ausrauben des Bankkontos oder anderen Missbräuchen persönlicher Daten.

Spoofing

Das sogenannte Spoofing ist eine Methode zur Verschleierung der eigenen Identität in Computernetzwerken. Bei diesem Vorgang versuchen Angreifer häufig IP-Pakete zu fälschen und diese wie die Absenderadresse eines vertrauenswürdigen Hosts aussehen zu lassen. Das Spoofing wird inzwischen jedoch auch für andere Arten von Datenpaketen verwendet. Somit wird als Spoofing jede Aktivität bezeichnet bei der die Identität des Angreifers untergraben wird und dieser vertrauliche IP-Adressen oder Hostnamen fälscht und missbraucht. Auf diese Weise kann der Spoofer beispielsweise unter einer falschen Identität Geld von Firmen verlangen und nachhaltig deren Geschäft schädigen oder manipulieren.

Ransomware

Unter dem Begriff Ransomware versteht man eine Art von Trojaner auf dem Computer. Dieser ist eine Schadsoftware, die unter anderem verhindert, dass der Nutzer auf seine Daten oder die Funktionen seines Geräts zugreifen kann, da der Angreifer den Systemzugriff verschlüsselt. Für die Entschlüsselung wird in einem solchen Fall meist eine Art Lösegeld gefordert. Schadsoftwares wie diese gelangen häufig über Sicherheitslücken in Browsern, E-Mail-Anhänge oder Datenspeicherdienste wie Dropbox auf den Computer.

Malware

Die sogenannte Malware ist der Oberbegriff für schädliche Viren, Würmer, Trojaner oder ähnliche Schadsoftwares. Diese werden üblicherweise auf einem PC installiert, mit dem Ziel diesen oder mit ihm vernetze Computer zu schädigen. Die Malware kann unter anderem durch das Öffnen von Spam-Mails oder unseriösen Links auf dem Computer verbreitet werden (Emotet-Malware oder Dridex-Malware). Dabei löst der Klick auf den Link oder einen Anhang in der E-Mail den Installationsprozess auf dem PC aus und die Schadsoftware kann sich blitzschnell ausbreiten.

Weitere Bedrohungen

Da es neben den oben genannten Cyberangriffen auch andere Formen geben kann, die deinen Computer und deine Daten schädigen können, solltest du im Zweifel immer einen Experten zurate ziehen, wenn die an deinem PC oder anderweitig etwas auffällt. Andere Formen eines Angriffs könnten unter anderem folgende sein:

  • Social engineering
  • SQL-Injection
  • Man-in-the-Middle-Angriff
  • Denial-of-Service-Angriff
  • Romance-Scamming

Wie kann ich die Cyber Security auf meinen Geräten verbessern?

Um deinen Computer auch ohne umfassende IT-Kenntnisse möglichst gut zu schützen, solltest du immer darauf achten, dass das Betriebssystem auf dem neusten Stand ist und neue Updates so schnell wie möglich ausgeführt werden. Darüber hinaus ist es besonders wichtig eine Antiviren-Software zu benutzen, welche dich vor Bedrohungen schützt und diese direkt entfernt.

Weiterhin ist es essentiell, dass du für alle Websites und Log-Ins unterschiedliche Passwörter verwendest. Diese sollten nicht zu leicht zu erraten sein. Das heißt sie sollten nicht zu kurz sein und bestenfalls kein sinnvolles Wort ergeben sowie Sonderzeichen und Zahlen enthalten. Auch E-Mails von unbekannten Absendern solltest du nicht öffnen und in keinem Fall auf dort enthaltene Links oder Dateien klicken. Außerdem solltest du dich niemals in ungesicherte öffentliche Netzwerken einwählen, denn diese könnten absichtlich von einer Person platziert worden sein, die sich über einen Hotspot Zugang zu deinem Computer und deinen Daten verschaffen will.

(Bildquelle: Philipp Katzenberger/ Unsplash)

Warum kannst du mir vertrauen?

Testberichte