Zuletzt aktualisiert: August 19, 2022

Glasfaser-Internet ist die neueste Technologie des Internetanschlusses. Es kann sowohl in privaten Haushalten als auch in größeren Institutionen wie Schulen, Universitäten oder Unternehmen verwendet werden und sorgt für eine enorm schnelle und stabile Internetverbindung. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du wissen musst, wenn du dich für Glasfaser-Internet interessierst.




Ratgeber

Was ist Glasfaser-Internet?

Glasfaser-Internet ist eine moderne Variante des Internetanschlusses in privaten Haushalten und Unternehmen. Im Gegensatz zu älteren Varianten werden bei dem Glasfaser-Internet die elektronischen Daten nicht über das Stromnetz, sondern über Lichtwellenleiter gesendet.

Wo gibt es Glasfaser-Internet?

In Deutschland gibt es bisher leider nur vereinzelte Orte, die mit einem vollständigen Glasfasernetz ausgestattet sind. Dennoch wird dieses Netz inzwischen in einem hohen Tempo ausgebaut, sodass in Zukunft nahezu jeder Ort mit Glasfaser versorgt sein wird. Ob eine Region oder ein spezifischer Ort bereits mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet ist, können nahezu alle Internetanbieter beantworten. Ebenso geben diese Auskunft darüber, ob der Anschluss bereits in Planung ist oder dort zeitnah von speziellen Technikern verlegt werden kann.

Wo beantragt man Glasfaser-Internet?

Üblicherweise ist die Stadt oder die Gemeinde dafür verantwortlich, ob das Glasfasernetz in einem Ort ausgebaut werden soll. Sollten Unternehmen schließlich Interesse daran haben, ebenfalls direkt an dieses Netz angeschlossen zu werden, können sie sich üblicherweise auf eine Ausschreibung bewerben.

Es ist jedoch auch möglich, dass ein Unternehmen selbst aus eigenem Interesse heraus Glasfaser verlegen lassen möchte. In diesem Fall wird die Stadt oder Gemeinde um einen Kooperationsvertrag für den Ausbau gebeten und es muss eine bestimmte Anzahl an privaten Haushalten einen Vorvertrag für den Glasfaseranschluss unterschreiben. Erst wenn es genügend Interessenten für den Ausbau gibt, werden das Netz sowie die einzelnen Anschlüsse ausgebaut.


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Private Haushalte können also bei dem jeweiligen Anbieter, der das Netz ausbaut, einen Vertrag abschließen, um sich den Glasfaseranschluss bis in ihr Haus verlegen zu lassen. Ist ein solcher Anschluss jedoch bereits (zum Beispiel durch den Vormieter oder Eigentümer) vorhanden, können auch Glasfaser-Tarife von anderen Anbietern genutzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Glasfaser- und einem Kupferkabel?

Wie der Name bereits vermuten lässt, bestehen Glasfaser- und Kupferkabel aus unterschiedlichen Materialien. Während früher Kupferkabel die hochwertigste Kabelvariante für die Datenübertragung war, ist es heute das Glasfaserkabel, das die modernste Kabeltechnologie aufweist.

Der größte Unterschied zwischen den beiden unterschiedlichen Kabeln ist jedoch ihre Bandbreite. Dabei kann das Glasfaserkabel kann durchschnittlich bis zu 10 Gbit/s übertragen, während das Kupferkabel bei 500 Mbit/s liegt. Dies ist ein enormer Unterschied, der sich für viele Internetnutzer in der modernen Zeit bemerkbar macht.

Darüber hinaus sind Glasfaserkabel nicht nur leichter und schlanker als Kupferkabel, sondern auch langlebiger. Sie brauchen weniger Raum im Kabelkanal und sind einfacher in ihrer Handhabung. Zudem halten sie Umwelteinflüssen viel besser stand als die älteren Kupferkabel, denn es bleibt selbst von Blitzeinschlägen, elektromagnetischen Störungen, Funkstörungen und vielem mehr unbeeinflusst.

Was ist der Unterschied zwischen Glasfaser-Internet und LTE?

Glasfaser-Internet und LTE funktionieren auf zwei vollkommen verschiedene Arten. Während die Datenübertragung beim Glasfaser-Internet über ein Kabel stattfindet, in dem Lichtwellenleiter verbaut sind, findet sie bei der Verbindung mit LTE über das Mobilfunknetz und eine Luftschnittstelle statt.

Vergleicht man die Bandbreite beider Methoden, übertrifft die Internet-Geschwindigkeit des Glasfaseranschlusses die LTE-Verbindung um Längen. Die Maximalgeschwindigkeit des LTE-Netzes liegt bei 300 Mbit/s im Download und kann bis zu 50 Mbit/s im Upload erreichen. Dabei ist tatsächliche Geschwindigkeit jedoch stark standortabhängig und kann durch Funkwellen oder andere Umwelteinflüsse gestört werden. Die Glasfaserverbindung hält dagegen eine stabile und konstante Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s.

Funktionen

Wie funktioniert Glasfaser-Internet?

Das Glasfaserkabel, mit dem das Internet in Hausanschlüsse gebracht wird, besteht aus einer großen Menge an Lichtwellenleitern, die in ihm gebündelt sind. Diese sind in der Lage dazu große Datenmengen in einer enormen Geschwindigkeit zu übertragen. Dieser Prozess funktioniert ohne fließenden Strom und ist daher vollständig störungsfrei.

Welche Geschwindigkeit hat Glasfaser-Internet?

Unternehmen können mit einem Glasfaseranschluss derzeit eine Geschwindigkeit von bis zu 100 GBit/s nutzen. Private Kunden und Haushalte haben üblicherweise eine Übertragung von 1 GBit/s, was im Vergleich mit anderen Internetanschlüssen enorm schnell ist.

Wie wird Glasfaser-Internet angeschlossen?

Würde das Glasfaserkabel bereits bis zum Hausanschluss verlegt, wird es von dort an einen sogenannten optischen Netzanschluss (ONT) angeschlossen. Dieser funktioniert dann als eine Art Steckdose, die das Signal beziehungsweise die Daten per Kabel an den Router sendet. Der Router kann schließlich mit allen internetfähigen Geräten entweder per LAN oder WLAN verbunden werden.

Gibt es einen Glasfaseranschluss ohne Festnetz?

Üblicherweise wird der Glasfaseranschluss bei einem Internetprovider bestellt, welcher diesen bis in das Haus verlegt und bei dem ein passender Tarif abgeschlossen wird. Diese Tarife enthalten in den meisten Fällen auch einen Festnetzanschluss, der zusätzlich zum Internetzugang freigeschaltet wird.

Dennoch ist es bei bestimmten Anbietern auch möglich, sich einen Glasfaseranschluss verlegen zu lassen, der ausschließlich die Internetverbindung bereitstellt und für den keine Telefondose notwendig ist. Dieser Anschluss nennt sich FTTH (Fiber To The Home), welcher über ein passendes Modem dann die Hausanbindung für das Internet darstellt.

Wie stabil ist Glasfaser-Internet?

Grundsätzlich ist eine Internetverbindung über das Glasfaserkabel weniger Anfällig für Störungen als ihre Alternativen. Daher bietet sie derzeit die stabilste Verbindung, welche vollkommen unabhängig von der Anzahl der Nutzer oder anderen Umwelteinflüssen ist.

Kann man Glasfaser-Internet ohne Router nutzen?

Theoretisch ist es möglich das Glasfaser-Internet ohne einen Router zu benutzen. Dafür wird jedoch ein Modem benötigt, welcher den Glasfaseranschluss in eine LAN-Verbindung umwandelt. Auf diese Weise kann dann ein Computer per LAN-Kabel mit dem Internet verbunden werden.

Von dieser Variante ist jedoch abzuraten, denn sie kann ein Sicherheitsrisiko für den PC darstellen. Ein Router schützt dagegen die Verbindung und bildet einen zusätzliche, verschlüsselte Barriere für Angriffe von außen. Zudem bietet ein Router die Vorteile, dass das Internet sowohl per LAN- als auch WLAN-Verbindung von weiteren Geräten, wie zum Beispiel dem Smartphone, genutzt werden kann.

Vorteile, Nachteile und Alternativen

Welche Vorteile bietet Glasfaser-Internet?

Das Glasfaser-Internet bietet die Möglichkeit eines schnellen und störungsfreien Surfens und Arbeitens im Internet für Unternehmen und private Haushalte. Mit dieser Verbindung erhalten Nutzer eine enorm schnelle Up- und Download-Geschwindigkeit sowie stabile Datenübertragungsraten.

Dies wirkt sich besonders vorteilhaft auf Haushalte und Unternehmen aus, in denen mehrere Personen gleichzeitig das Internet nutzen, denn durch das Glasfaserkabel bleibt die Verbindung trotz einer großen Belastung schnell und stabil. Zudem lohnt sich das Glasfaser-Internet für jeden, der Filme streamen oder große Datenmengen up- und downloaden will, da es vollkommen störungsfrei ist. Zudem sind die Glasfaser-Tarife der meisten Internetprovider sehr erschwinglich.

Welche Nachteile bietet Glasfaser-Internet?

Eines der größten Nachteile, die das Glasfaser-Internet mit sich bringen kann, ist der erhöhte Kostenaufwand. Vor allem für Privathäuser kann das Verlegen und die Einrichtung des Kabels mit größeren Kosten verbunden sein. Zudem können Glasfaserkabel, im Gegensatz zu Kupferkabel, keinen Strom übertragen und sie sind anfälliger gegenüber mechanischen Belastungen.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass sich die Anschaffungskosten für das Glasfaser-Internet nicht für jeden Nutzer lohnen. Vor allem Personen, die das Internet zu bloßen Recherchezwecken benötigen, nutzen die Bandbreite des Anschlusses häufig nicht aus. In diesem Fall könnten sie viel Geld sparen, wenn sie auf eine Alternative zurückgreifen.

Welche Alternativen gibt es zum Glasfaser-Internet?

Es gibt eine Vielzahl an Alternativen für Glasfaser-Internet. Zu diesen zählen der DSL- oder VDSL-Anschluss, aber auch das Kabel-Internet oder das Mobilfunknetz über LTE und 5G.

Weitere Möglichkeiten stellen das Hybrid-Internet, eine Kombination aus dem Festnetz- und Mobilfunk-Internet sowie SAT-DSL, das Internet über Satellit dar. Diese Optionen sind jedoch nicht so leistungsstark wie das Glasfaser-Internet, weshalb es abhängig vom Nutzerverhalten ist, welche Option die beste Wahl ist.

(Bildquelle: Austin Distel/ Unsplash)

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