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Bei der Wahl des richtigen LCD Monitors gibt es heutzutage neben der Größe viele weitere technische Aspekte zu beachten, die in ihrer Wechselwirkung die Bildqualität ausmachen.

Im Folgenden werden wir zentrale Kenngrößen der Bildqualität etwas ausführlicher behandeln. Das dadurch vermittelte Hintergrund- und Zusammenhangswissen kann dir nicht nur bei der Kaufentscheidung helfen, sondern auch beim Gebrauch des Bildschirms hilfreich sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • In diesem Artikel haben wir mehrere Kenngrößen für LCD Monitore etwas ausführlicher behandelt. Die Bildqualität wird beispielweise durch die Auflösung und die Pixeldichte bestimmt.
  • Auch die Reaktionszeit sowie die Bildwiederholrate sind wichtige Kennzahlen für die Performance. Um die beste Entscheidung zu treffen, gilt es neben den eigenen Ansprüchen auch die Kapazität der Hardware zu berücksichtigen.
  • Das Wissen um diese Aspekte der Bildqualität kann dir jedoch nicht nur beim Kauf, sondern auch beim Gebrauch des eines LCD-Bildschirms nützlich sein.

LCD Monitor Test: Das Ranking

Platz 1: Samsung C24F396FHU LCD Monitor

Dieser Samsung LCD Monitor punktet aufgrund der Bildschirmkrümmung, da der Monitor sich durch die Wölbung dem natürlichen Verlauf der Augen anpasst. Somit werden die Augen geschont und es kommt weniger schnell zu Ermüdungen.

Ausserdem wird durch die Krümmung des Bildschirms ein weiterer Bereich des Gesichtsfeldes abgedeckt, wodurch ein noch intensiveres Bilderlebnis hervorgerufen wird.

Platz 2: BenQ GL2760H LCD Monitor

Dieser 27 Zoll Full-HD LCD Monitor besitzt eine Reaktionszeit von 2ms. Durch diese schnelle Übertragung, sowie der LED-Hintergrundbeleuchtung kommt es zu einem hervorragenden Bildqualität des Monitors.

Zusätzlich punktet dieser LCD Monitor von BenQ durch einen flimmerfreien Monitor. Denn das führt nicht nur zu einer optimalen Bildqualität, sondern schont zudem noch die eigenen Augen.

Geschont wird durch den Kauf diese LCD Monitors auch die Umwelt, da im Vergleich zu anderen LCD Monitoren bei diesem GL2760H Monitor während der Herstellung, sowie dem Entsorgen, weniger Schadstoffe freigesetzt werden.

Platz 3: Asus VS247HR LCD Monitor

Dieser Gaming LCD Monitor besitzt eine sehr schnelle Reaktionszeit mit lediglich 2ms. Selbstverständlich ist der 23.6 Zoll Bildschirm Full-HD, was zusätzlich zu einer optimalen Performance führt.

Die Bildwiedergabe wissen auch die Kunden zu schätzen. Denn durch das Kontrastverhältnis von 50.000.000:1 bietet dieser LCD Monitor von Asus perfekte Schwarzwerte, was sich wiederum in einer sehr guten Farbwiedergabe und -sättigung zeigt.

Was bedeutet Bildschirmauflösung?

Das Bild eines Monitors setzt sich aus einzelnen Bildpunkten (Pixeln) zusammen. Diese Pixel bestehen jeweils aus Flächen (Subpixeln) für die drei Grundfarben (Rot, Grün und Blau).

Diese Subpixel können einzeln ein- und ausgeschaltet werden, wofür die Flüssigkristalle zuständig sind.

Unter Auflösung wird normalerweise die Anzahl von Pixeln in Spalten (Breite) x Zeilen (Höhe) bezeichnet. So ist die Gesamtanzahl der Pixel bei der Auflösung 1.920 × 1.080 z.B. 2.073.600.

Eine höhere Auflösung bedeutet also grundsätzlich mehr Pixel und verhilft zu einer höheren Detailgenauigkeit.

Bei LCD Bildschirmen ist die Auflösung grundsätzlich physikalisch fix vorgegeben. Diese native Auflösung bestimmt also, wie viel Pixel der Monitor horizontal und vertikal darstellen kann.

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Besonders für Spieler von online Mulitplayergames wie z.B. Ego-Shootern sind Kenngrößen wie Reaktionszeit und Bildwiederholungsfrequenz relevant. (Foto: Tomasz_Mikolajczyk / pixabay.com)

Eine kleinere Auflösung wird auf einem Display entweder auf einem kleineren Bildausschnitt bei identischer Bildqualität präsentiert oder auf die gesamte Bildschirmfläche skaliert.

Letzteres erfolgt mittels Interpolation und kann Zoom-Effekte und Bildunschärfen zur Folge haben. Eine Abweichung von der nativen Auflösung bedeutet also meistens Einbußen in der Bildqualität.

Was ist die Pixeldichte und was sagt sie aus?

Zudem gibt es auch die Pixeldichte, das heißt den Abstand der Pixel zueinander zu beachten. Die lässt sich aus der Auflösung und der Bildschirmdiagonale errechnen und wird in ppi, d.h. Pixel pro Inch angegeben.

Die Pixeldichte gibt an, wie scharf und detailliert das Bild letztlich erscheint.

Je größer ein Display bei gleichbleibender Auflösung ist, desto kleiner ist die Pixeldichte. Deshalb wird für größere Monitore eine höhere Auflösung benötigt, um dieselbe Bildqualität zu erreichen. PC-Monitore haben eine Pixeldichte um die 100 ppi und Smartphones eine von ca. 300 ppi.

Für größere Displays benötigst du eine höhere Auflösung um dieselbe Pixeldichte bzw. Schärfe zu erreichen als bei kleineren.

Letzteres ist der Fall, weil hier der Bildschirm kleiner ist. Zudem ist es auch notwendig, da der Abstand zwischen Display und Auge beim Smartphone in der Regel viel geringer ist als bei Desktopcomputern.

Bei so geringen Abständen wären bei einer geringeren Pixeldichte einzelne Bildpunkte zu erkennen und Buchstaben würden z.B. ausgefranst erscheinen.

Welche Bildschirmformate gibt es und was sind die gängigsten?

Neben der Gesamtpixelanzahl bestimmt die native Auflösung eines Monitors auch das Bildschirmformat, das heißt das Verhältnis zwischen Breite und Höhe.

Das Format wird oft auch als Seitenverhältnis bezeichnet. Bis ca. 2003 besaßen Bildschirme zumeist das Format 4:3 bzw. manchmal 5:4.

Anschließend kamen bei Laptops und PC-Monitoren Breitbandformate auf. Sie setzten sich u.a. aufgrund ihrer Eignung für Kinofilme und Gaming durch.

Heutzutage hat sich das Breitbildformat durchgesetzt. Die meisten Bildschirme haben das Seitenverhältnis 16:9 (z.B. 1920 × 1080), manche 21:9 (=Ultra Wide Format). Auch das 16:10 Format ist noch erhältlich.

Letzteres stellt ein bisschen mehr Informationen in der Höhe dar. Das gleicht den Nachteil, dass mit Breitbildformaten beim Arbeiten an Dokumenten und Websites mehr gescrollt werden muss, etwas aus.

Mit dem bisher behandelten Grundwissen werden im Folgenden die wichtigsten heutzutage gängigen Bildschirmauflösungen behandelt.

Welche Bildschirmauflösungen gibt es und welche ist ideal für mich?

Während Monitore grundsätzlich mit verschiedenen nativen Auflösungen angeboten werden sind vor allem drei heute gängig:

  • Full HD
  • WQHD/QHD
  • UltraHD/4K

Full HD (= volle Hochauflösung) ist eine Auflösung mit 1.920 x 1.080 = 2.03.600 Pixel und einem Seitenverhältnis von 16:9. Die Auflösung wird auch als 1.080p bezeichnet und ist besonders bei 24 Zoll Monitoren sehr gebräuchlich.

Bei dieser Kombination bekommst du ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und eine sehr große Auswahl. Für größere Bildschirme wird jedoch eine höhere Auflösung interessant.

Die nächsthöhere gebräuchliche Auflösung wird als WQHD oder QHD bezeichnet. Das W steht hierbei für Wide und zeigt an, dass es sich auch um ein Breitbildformat (16:9) handelt.

QHD entspricht der vierfachen Auflösung von normalem HD (720p) und wird auch als 1440p bezeichnet. Es bietet 2.560×1.440 =3. 686.400 Pixel.

Aufgrund der höheren Pixelanzahl benötigt QHD mehr Rechenleistung als Full HD. Falls eure Hardware da nicht mitmacht, laufen Spiele nicht mehr so schnell oder ihr müsst in den Grafikoptionen eine mittlere Detailstufe auswählen, wodurch der Vorteil des feineren Bildes verschenkt wird.

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Ultra High Definition / 4 K bietet viermal so viele Bildpunke wie Full HD. Es liegt sowohl bei TV-Geräten als auch bei Monitoren im Trend. (Foto: TMSTBCH / pixabay.com)

Eine noch höhere Auflösung bieten 4K Monitore. Die Auflösung Ultra HD/4K bietet so viele Bildpunkte wie vier Full HD Displays nämlich 3.840 x 2.160 = 8.2494.200. Das Bildformat, das auch bei TV-Geräten im Trend liegt, ist bei der Auflösung wieder 16:9.

Die Auflösung wird vor allem bei Monitoren mit sehr großer Bilddiagonale sinnvoll. Da brauchst du sie, um die selbe Pixeldichte zu erreichen, die dir die Full HD Auflösung bei 24 Zöllern liefert. Es werden jedoch auch schon 27-Zoll-Monitore mit 4K angeboten.

Die Hardwareanforderungen sind bei 4K natürlich noch größer. Vor einem Kauf solltest du also unbedingt überprüfen, ob deine Hardware up to date ist.

Auch ältere Windows Versionen können Probleme verursachen. Falls den Monitor per HDMI-Kabel verbinden willst, solltest die Version stimmen, ab HDMI 2.0 wird ist 4K mit 60 Hz. möglich.

Die höhere Pixelanzahl der QHD und der UltraHD/4K Auflösung bringt mehr Bildinformationen und damit ein feineres Bild, sie bedeutet jedoch auch mehr Rechenaufwand.

Was bedeutet Reaktionszeit bei Monitoren?

Die Reaktionszeit gibt die Zeit in Millisekunden an, die ein Bildpunkt des LCD-Displays benötigt, um seinen Zustand zu wechseln. Hierfür sind zwei Messwerte gebräuchlich: Schwarz-zu-Weiß und Grau-zu-Grau.

Besonders bei dynamischen Inhalten wie Videofilmen und Games müssen Pixel sehr schnell ihre Farbe ändern. Ist hier die Reaktionszeit zu kurz, kommt es zum Nachleuchten oder zur Schlierenbildung. Die Flüssigkristalle hinken der Geschwindigkeit mit der die Grafikkarte das Bild ändert hinterher.

Die Herstellerangaben zu Reaktionszeiten beziehen sich auf den Optimalfall und kommen in der Wirklichkeit kaum vor. Dennoch bieten heutzutage viele Monitore eine ausreichend kurze Reaktionszeit.

Die günstigeren TN Panels sind auch u.a. aufgrund ihrer kurzen Reaktionszeit bei Gamern noch weit verbreitet. Wenn du jedoch ein besonders empfindliches Auge hast oder häufig Multiplayer Spiele mit rasanten Kampfszenen zockst, dann könnte ein Bildschirm mit besonders niedriger Reaktionszeit (bis zu 1 ms) relevant werden.

Was bedeutet die Bildwiederholfrequenz?

Die Bildwiederholfrequenz gibt an, wie viel verschiedene Bildschirmseiten pro Sekunde dargestellt werden können. Sie wird in Hertz angegeben, wobei ein Wert von 60 Hertz, 60 Bilder pro Sekunde bedeutet.

Vor allem bei Gaming Monitoren setzt sich immer mehr eine Bildwiederholungsfrequenz von über 60 HZ durch. Es werden z.B. 120 Hz und 144 Hz Monitore angeboten, auch noch höhere Bildwiederholungsfrequenzen sind erhältlich.

Die höhere Hertzzahl liefert ein Bild, das von einigen Gamern als ruhiger, weicher und flüssiger wahrgenommen wird. Dadurch kann eine monitorseitige Bildwiederholfrequenz von 120 Hz vorteilhaft sein, selbst wenn die Bildrate des PCs unter 120 Frames per Second ist.

Auch für 3D sind 120 HZ sehr vorteilhaft, da dafür für jede Seite abwechselnd ein Bild benötigt wird. Dies halbiert die effektive Anzahl von Bildern pro Sekunde, was als ruckelig wahrgenommen werden kann.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Gärtner, Armin (2008) LCD-Monitore – Teil 1: Grundlagen und Technologie.

[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Display_resolution

[3] http://www.pcgames.de/Monitor-Display-Hardware-154105/Specials/Monitore-TN-IPS-MVA-PLS-und-PVA-und-mehr-Tipps-Marktuebersicht-1154666/

[4] http://www.itespresso.de/2013/11/07/so-finden-richtigen-bildschirm-fuer-ihren-pc/2/?inf_by=5a88ac34671db8fa6b8b4a0d

Bildquelle: Petri R / unsplash.com

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Torsten beschäftigt sich mit den neuesten Technik-Trends und kennt sich gut in der Branche aus, denn er führt ein Elektronikfachgeschäft. Darüber schreibt er in seiner Freizeit und will anderen die Technikbranche näherbringen.