Wärmeleitpaste
Zuletzt aktualisiert: November 23, 2020

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Die Kühlung eines elektronischen Gerätes ist unerlässlich, nicht nur um zu verhindern, dass es defekt wird, sondern auch um eine gute Leistung und eine lange Lebensdauer gewährleisten zu können.

Große Kühlelemente haben jedoch kaum eine Wirkung, wenn ein wesentlicher Bestandteil des Systems wegfällt. Denn egal, ob für GPU, CPU, Laptop oder Computer, eine entscheidend große Rolle bei der Kühlung eines elektronischen Geräts spielt immer die Wärmeleitpaste.

In diesem Wärmeleitpasten Test 2021 haben wir dir die wichtigsten Informationen zusammengefasst, um nicht nur eventuell offene Fragen zu diesem Thema zu beantworten, sondern auch um dir bei der Auswahl der passenden Wärmeleitpaste zu helfen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Zur verbesserten Wärmeübertragung zwischen einem Kühler und einem elektronischen Gerät werden Wärmeleitpasten eingesetzt. Sie optimieren die Kühlung und schützen das Gerät vor Überhitzung.
  • Nicht alle Wärmeleitpasten sind überall einsetzbar. Speziell Metallwärmeleitpasten sollten nur von Profis beziehungsweise in der Industrie angewendet werden. Silikon / Kohlenstoff sowie Keramikarten sind auch für jeden Neueinsteiger gut geeignet.
  • Wichtige Kaufkriterien zum Thema Wärmeleitpasten sind die Wärmeleitfähigkeit, die elektrische Leitfähigkeit, der zu anwendende Temperaturbereich sowie die Viskosität der Paste.

Wärmeleitpasten Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Es gibt zahlreiche Wärmeleitpasten im Angebot. Jedoch sind nicht alle Wärmeleitpasten hinsichtlich Qualität und Beständigkeit überzeugend. Nachfolgend haben wir dir die besten Wärmeleitpasten herausgesucht, die dir bei deiner Entscheidung helfen sollen.

Die beste Allround-Wärmeleitpaste

Die Thermalright TF8 von One enjoy ist eine Wärmeleitpaste auf Kohlenstoffbasis. Die TF8 besitzt keine elektrische Leitfähigkeit, was die Komponenten vor Defekten schützt. Mit 13,8 W/mK besitzt sie eine äußerst hohe Wärmeleitfähigkeit. Dadurch wird sichergestellt, dass erzeugte Wärme effizient abgeleitet werden kann.

Die Paste bietet Kühlung bei Höchstleistung. Außerdem liefert sie die nötige Stabilität, um die Systemleistung zu steigern. Mit der richtigen Menge ist die Bedienung der Paste auch für Anfänger sehr komfortabel.

Bewertung der Redaktion: Eine Wärmeleitpaste, die durch ihre hohe Wärmeleitfähigkeit für zahlreiche Bereiche geeignet ist. Egal ob Neueinsteiger, Overclocker oder Profi, diese Paste empfiehlt sich für jedermann!

Die beste Wärmeleitpaste für Neueinsteiger

Die Arctic MX-4 ist eine Hochleistungs-Wärmeleitpaste auf Kohlenstoffbasis. Laut Hersteller ist die Wärmeleitfähigkeit sogar höher als bei Flüssigmetallen. Durch ihre Konsistenz ist sie sehr einfach aufzutragen und daher auch für jeden Neuling geeignet. Die Sorgen mit dem Auftragen der Paste, andere Bauteile möglicherweise zu beschädigen, ist bei dieser nicht-elektrisch leitenden Paste nicht gegeben. Sie bietet sich ideal zur Anwendung für Chips an.

Auch die Langlebigkeit ist überzeugend. Im Vergleich dazu trocknen Metall- oder Silikon-Wärmeleitpasten schneller aus. Arctic MX-4 ist jedoch mit einer Haltbarkeit von mindestens 8 Jahren ein Spitzenreiter in dieser Kategorie. Außerdem ist sie in verschiedensten Dosiergrößen als Spritze erhältlich.

Bewertung der Redaktion: Wenn du auf der Suche nach einer langhaltbaren Wärmeleitpaste bist, die nicht regelmäßig getauscht werden muss, bist du hier genau richtig!

Die beste Wärmeleitpaste für Overclocker

Die Thermal Grizzly Kryonaut Wärmeleitpaste ist durch eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit von 12,5 W/mK sehr beliebt bei Nutzern. Dadurch ist sie nicht nur die erste Wahl bei Standard Computern, sondern auch bei etwas anspruchsvolleren Konfigurationen.

Sie kann dank ihrer überzeugend guten Wärmeübertragung auch in der Industrie Verwendung finden. Hauptsächlich wird sie für Grafikkarten, Prozessoren sowie Kühlsystemen in Konsolen und Computer eingesetzt.

Besonders vorteilhaft ist, dass diese Paste nicht schnell austrocknet und somit eine hohe Langlebigkeit aufweist. Darüber hinaus ist eine einfache Applikation durch eine speziell entwickelte Spritze gewährleistet.

Bewertung der Redaktion: Diese Paste ist optimal für Overclocking-Fans. Wenn du für deine Anwendung eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit benötigst und trotzdem beim Auftragen nicht übervorsichtig (vergleichsweise zu Flüssigmetallpasten) sein möchtest, ist diese Paste ideal.

Die beste Wärmeleitpaste für Profis

Die Conductonaut von Thermal Grizzly ist eine hocheffiziente Flüssigmetall-Wärmeleitpaste, die besonders für professionelle Anwendungen und die Industrie empfohlen wird. Aufgrund ihrer Zusammensetzung aus metallischen Partikeln hat sie eine unschlagbare Wärmeleitfähigkeit von 73 W/mK.

Sie ist jedoch nicht für Anwendungen in Verbindung mit Aluminiumkörpern geeignet, da Korrosion die Folge davon wäre. Für beste Langzeitstabilität empfiehlt der Hersteller insbesondere den Einsatz auf vernickeltem Kupfer.

Die Thermal Grizzly Conductonaut hat ein breites Anwendungsspektrum. Sie ist kompatibel mit Laptops, Computern, PS3, 4 und 5 sowie Xbox-Konsolen. Darüber hinaus wird sie auch für die optimale Wärmeableitung von MacBooks eingesetzt. Diese Wärmeleitpaste ist ideal für erfahrene PC-Hersteller oder fortgeschrittene Anwender auf diesem Gebiet.

Bewertung der Redaktion: Bist du ein Spezialist auf diesem Themengebiet, ist das die optimale Wärmeleitpaste. Die äußerst hohe Wärmeleitfähigkeit ist verglichen mit anderen Pasten einfach nicht zu toppen.

Die Wärmeleitpaste mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Die MasterGel Pro V2 von Cooler Master hat eine Wärmeleitfähigkeit von 9 W/mK. Sie sorgt daher für eine hervorragende Wärmeübertragung zwischen Kühlsystem und elektronischem Bauteil  und gewährleistet eine optimale Kühlleistung. Da Polycarbonat der Hauptbestandteil der Paste ist, ist sie nicht elektrisch leitfähig und schützt so vor Kurzschlüssen.

Dank der beiliegenden Spatel lässt sich die Paste zudem einfach auftragen. Außerdem bietet die Ziplock-Verpackung eine gute Möglichkeit, die Paste aufzubewahren. Die wiederverschließbare Spritze schützt zusätzlich vor dem Austrocknen.

Bewertung der Redaktion: Diese Paste ist optimal für dich geeignet, wenn du eine hochleistungsfähige Paste zu günstigem Preis suchst. Ein Kauf, der sich lohnt.

Die beste Wärmeleitpaste im Set

Die Silverbead TC-009 Wärmeleitpaste kannst du im 3-er oder 5-er Set kaufen. Sie bietet ausreichenden Inhalt für mehrfache Anwendungen.

Silverbead TC-009 Wärmeleitpaste hat keine elektrische Leitfähigkeit. Dies ermöglicht eine sichere Anwendung und breite Einsatzmöglichkeit der Paste auf vielen verschiedenen Geräten. Einige Anwendungsgebiete inkludieren Transistoren, Prozessoren, Playstations PS3 & PS4, Microsoft XBOX und Grafikkarten.

Bewertung der Redaktion: Wenn du nicht nur eine Wärmeleitpaste benötigst, sondern auch für häufigere Anwendungen gerüstet sein willst, ist dieses Set ideal.

Wärmeleitpasten: Kauf- und Bewertungskriterien

Durch eine große Auswahl an Wärmeleitpasten am derzeitigen Markt, ist es oft schwierig, sich für die richtige zu entscheiden. Im folgenden Abschnitt zeigen wir dir, auf welche Kriterien du bei einem Kauf achten sollten, um die passende Wärmeleitpaste für dich und deinen Anwendungszweck zu finden.

Die Hauptmerkmale dieser genannten Bewertungskriterien werden im kommenden Absatz näher erläutert.

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit ist ein wesentliches Kaufkriterium, wenn es um Wärmeleitpasten geht. Sie beschreibt, inwieweit ein Material Wärme ableiten kann oder wie stark es isolierend wirkt.

Der Kühlungs- effekt ist umso besser, je höher die Wärmeleit- fähigkeit ist.

Bei geringer Wärmeleitfähigkeit kann ein großer Teil der Wärme nicht abgegeben werden, sodass die Bauteilkomponenten unzulässig heiß werden können. Dies wiederum kann zu einer Überhitzung führen und die Leistung des Geräts deutlich reduzieren.

Als spätere Folge kann dadurch auch ein Defekt des Geräts entstehen. Daher ist es umso wichtiger, eine Wärmeleitpaste mit hoher Wärmeleitfähigkeit zu wählen.

Zu beachten ist jedoch, dass es je nach Material unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten gibt. So liegen beispielsweise metallische Verbindungen zumeist in einem Wärmeleitfähigkeitsbereich von 4 W/mK bis 10 W/mK (Watt pro Quadratmeter pro Kelvin), wohingegen Flüssigverbindungen bis zu 70 W/mK aufweisen können.

Elektrische Leitfähigkeit

Die elektrische Leitfähigkeit einer Wärmeleitpaste hängt stark von ihren Bestandteilen ab. Herkömmliche Wärmeleitpasten bestehen zumeist aus Zinkoxid oder Silikonöl, welche eine isolierende Wirkung haben.

Andere Varianten enthalten jedoch z. B. Aluminium-, Graphit-, Silber- oder Kupferbestandteile. Diese Materialien sind elektrisch leitfähig und müssen daher mit besonderer Sorgfalt verwendet werden. Andernfalls besteht die Gefahr eines Defekts an Ihrem Gerät. Zudem besitzen auch Flüssigmetallpasten eine stromleitende Eigenschaft, welche nicht immer von Vorteil ist.

Temperaturbereich

Es ist darauf zu achten, dass der Temperaturbereich der Wärmeleitpaste mit der jeweiligen Betriebstemperatur der verwendeten elektronischen Bauteile abgeglichen wird. Denn die elektronischen Komponenten müssen je nach Einsatzgebiet unterschiedlich hohen Temperaturen standhalten können.

Die Wärmeleitpaste sollte diesen Temperaturbereich unterstützen. Aus diesem Grund ist der Temperaturbereich einer Wärmeleitpaste abhängig von ihrem Einsatzgebiet. Dieser kann demnach zwischen -60 °C und +230 °C liegen.

Viskosität

Für ein optimales Funktionieren der Wärmeleitpaste ist eine gleichmäßige, dünne Beschichtung aller Komponenten erforderlich. Sie sollten beim Kauf der Paste daher auf die Viskosität achten.

Ist die Paste zu dickflüssig, lässt sie sich nicht gut auftragen und tendiert zur Bildung von Klumpen.

Dies hätte auch einen negativen Einfluss auf die Leitfähigkeit. Allerdings kann die Klumpenbildung auch ein Indikator für eine eingetrocknete Paste sein. Bei zu flüssigen Pasten verrinnt das Material zu stark, wodurch sich auf den Bauteilen keine gleichmäßige Schicht bilden kann.

Wärmeleitpasten: Häufig gestellte Fragen und Antworten

In diesem Abschnitt wird genauer erklärt, was eine Wärmeleitpaste überhaupt ist und wofür sie verwendet wird. Zudem werden die verschiedenen Wärmeleitpastenarten kurz vorgestellt und der zu erwartende Preis bei einem Kauf genannt. Weiters findest du Tipps, wo du am besten die Pasten kaufen kannst und welche Alternativen es grundsätzlich dazu gibt. Letztlich wird auch erklärt, wie man eine Paste optimal auftragen sollte.

Was ist eine Wärmeleitpaste?

Eine Wärmeleitpaste ist eine Paste, die die Übertragung von Wärme von einem Objekt auf ein anderes verbessert. Die Paste wird immer dann verwendet, wenn Wärme an ein Kühlsystem abgegeben werden soll.

Grundsätzlich erzeugen elektronische Bauteile durch den Stromfluss Wärme. Diese Wärme soll an einen Kühlkörper übertragen werden, um Überhitzung zu vermeiden. Oft besteht jedoch das Problem, dass sich zwischen dem elektronischen Bauteil (welches Wärme erzeugt) und dem Kühlkörper eine kleine Luftschicht befindet.

Wärmeleitpaste

Hauptanwendung findet die Wärmeleitpaste meist bei der Kühlung von CPU’s. (Bildquelle: Christian Weidinger/ unsplash)

Dies hemmt eine ausreichende Kühlung, da die Wärme nicht optimal abgeführt werden kann. Dies verringert wiederum, nicht nur die Lebensdauer der Komponenten, sondern kann auch einen Defekt im Gerät verursachen.

Um diese Luftspalten zu füllen, werden Wärmeleitpasten eingesetzt. Dadurch wird der Wärmeübergang verbessert und eine höhere Kühlung des elektronischen Geräts gewährleistet. Die Wärmeleitpaste kann in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. Die Einsatzgebiete umfassen aber zusätzlich auch Playstations und Grafikkarten sowie Laptops und Xbox-Konsolen.

Welche Arten von Wärmeleitpasten gibt es?

Wenn du eine Wärmeleitpaste benötigen, kannst du prinzipiell zwischen drei Arten entscheiden: Keramik-, Kohlenstoff / Silikon-, sowie Metallwärmeleitpasten. In der folgenden Tabelle sind die Vor- und Nachteile der genannten Arten kurz zusammengefasst.

Art Vorteile Nachteile
Silikon / Kohlenstoff Einfach zu verstreichen, hohe Lebensdauer, verhältnismäßig günstig Mittelmäßige Wärmeleitfähigkeit
Keramik Nicht elektrisch leitfähig, einfach zu verstreichen, für Hobbybastler gut geeignet Geringe Wärmeleitfähigkeit
Metall Sehr hohe Wärmeleitfähigkeit, trocknet nicht schnell aus Elektrisch leitfähig, schwierig aufzutragen, verhältnismäßig teuer

Da keramische Pasten nicht elektrisch leitfähig sind und somit Bauteile bei einer möglichen Berührung keinen Schaden nehmen, kommen sie häufig an empfindlichen Stellen wie z. B. auf Mikrochips zum Einsatz.

Diese Paste ist oftmals auch die erste Wahl für Hobby-Bastler beziehungsweise Ungeübte. Nachteil ist jedoch ihre geringe Wärmeleitfähigkeit, wodurch sie grundsätzlich nur selten Verwendung findet und kaum als Zubehör mitgeliefert wird.

Die am häufigsten verwendete Paste ist eine Silikon-Wärmeleitpaste. Dies liegt vor allem daran, dass sich silikonbasierte Pasten sehr leicht verteilen lassen. Mit Silikonpasten ist das Verteilen keine Herausforderung.

Darüber hinaus ist sie für ihre lange Lebensdauer bekannt und im Vergleich zu anderen Produkten relativ preisgünstig. Außerdem ist diese Paste ebenso wie die keramische Paste nicht elektrisch leitend.

Beim Kauf von elektrisch nicht leitender Wärmeleitpaste sollte der Nutzer unbedingt darauf Wert legen, dass diese nicht mit metallischen Elementen vermischt ist. Diese würden der Paste schlussendlich wieder elektrisch leitfähig machen.

Die Metallpaste hat wohl die beste Wärmeleitfähigkeit verglichen mit den anderen beiden Pasten. Das macht sie, besonders bei professionellen Anwendungen und in der Industrie, beliebt. Dennoch ist sie vergleichsweise durch ihre Dünnflüssigkeit sehr schwierig aufzutragen und ist auch mit Abstand die teuerste Variante.

Da die Paste hauptsächlich aus metallischen Komponenten besteht, leitet sie Strom. Daher ist zu beachten, dass die Paste nicht in Kombination mit Aluminiumbauteilen verwendet werden sollte, da die metallischen Komponenten reagieren und die Oberflächen beschädigen würden.

Was kostet eine Wärmeleitpaste?

Wärmeleitpasten sind preislich abhängig von Hersteller und Inhaltsstoffe. Verallgemeinert kann jedoch zusammengefasst werden, dass man die Mehrheit der Wärmeleitpasten in einem Bereich von 2 – 10 Euro finden kann. In der folgenden Tabelle sind die Preise anhand der verschiedenen Arten kategorisiert.

Art Preisspanne
Keramik 2 – 8 Euro
Silikon / Kohlenstoff 4 – 10 Euro
Metall 10 – 20 Euro

Metallwärmeleitpasten sind mit Abstand die teuersten. Jedoch kannst du auch Modelle finden, die mit den anderen beiden Arten preislich mit knappen 10 Euro konkurrieren.

Wärmeleitpasten sind sehr oft auch in Kombination mit anderen Produkten zu kaufen. Sie werden beispielsweise beim Kauf von CPU-Kühlern mitgeliefert. Außerdem werden sie auch gerne in Sets oder auch inklusive Spachtel angeboten.

Wo kann ich eine Wärmeleitpaste kaufen?

Wärmeleitpasten findest du in jedem Elektrogeschäft, Computerfachhandel oder Technikmarkt. Außerdem werden sie auch in Baumärkten angeboten. Weiters findest du online eine große Auswahl an verschiedenen Wärmeleitpasten.

Die folgenden Webseiten beziehungsweise Geschäfte sind die beliebtesten für den Kauf einer Wärmeleitpaste:

  • amazon.de
  • conrad.de
  • Media Markt
  • Bauhaus
  • Hornbach
  • OBI

Falls du zusätzlich Beratung benötigst, welche Paste für deinen Einsatzzweck am besten geeignet ist, empfiehlt es sich in einem Elektrofachgeschäft nachzufragen.

Welche Alternativen gibt es zu einer Wärmeleitpaste?

Das Auftragen einer Wärmeleitpaste kann sich manchmal als Herausforderung erweisen. Aus diesem Grund greifen viele Nutzer, besonders Neueinsteiger, auf andere Mittel zurück. Die gängigsten Alternativen werden hier kurz zusammengefasst.

Alternative Beschreibung
Wärmeleitpads Lassen sich leicht auf die Verbindungsstelle zwischen den Bauteilen drücken, wirken elektrisch isolierend, sind aber schwer zu entfernen, außerdem kann die Dicke der Pads die Wärmeübertragung beeinträchtigen.
Wärmeleitkleber Bietet eine verbesserte Wärmeleitfähigkeit, da der Klebstoff aus einem Großteil wärmeleitender Partikel besteht, eignet sich nicht für elektronische Bauteile, die eine häufige Wartung oder einen Austausch erfordern.
Wärmeleitfolie Einfache Handhabung, effiziente Wärmeübertragung, elektrisch isolierend, kann individuell nach Bedarf zugeschnitten werden.

Prinzipiell stellen sowohl Wärmeleitpads, Kleber und Folie eine gute Alternative dar. Zu beachten ist jedoch, dass die Wärmeleitfähigkeit bei der Paste deutlich höher ist.

Wie trage ich eine Wärmeleitpaste richtig auf?

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Methoden Wärmeleitpaste richtig aufzutragen. Die zwei gängigsten Methoden sind jedoch die Streich- und die Klecksmethode.

Wichtig ist, unabhängig der gewählten Methode, dass du bevor du die Wärmeleitpaste aufträgst, den elektronischen Bauteil und den Kühler reinigst. Nur so kann eine gleichmäßig dünne Beschichtung der Paste erfolgen.

Bei der Streichmethode wird die Wärmeleitpaste anhand einer kleinen Spachtel auf den zu kühlenden Bauteil verstrichen. Häufig werden diese auch beim Kauf einer Paste vom Hersteller mitgeliefert. Zu beachten ist, dass du nur eine kleine Menge an Paste auf die Spachtel aufträgst, um eine gleichmäßige Schicht erzielen zu können.

Danach drückst du den Kühlkörper einfach gegen das elektronische Bauteil. Diese Methode bietet einen sehr sicheren und einfachen Weg, um die Paste optimal aufzutragen.

Im Vergleich zur Streichmethode braucht man bei der Klecksmethode kein zusätzliches Zubehör. Du bringst einfach ein bisschen Paste an das zu kühlende Bauteil an und presst anschließend den Kühler dagegen.

Das klingt vielleicht einfach, ist manchmal aber auch schwierig, da die richtige Dosierung oftmals verfehlt wird und somit zu viel oder zu wenig aufgetragen wird. Ist das der Fall, solltest du unbedingt den Vorgang wiederholen. Ansonsten kann die optimale Wärmeübertragung nicht gewährleistet werden.

Wie viel Wärmeleitpaste soll ich auftragen?

Für Neueinsteiger ist es oft eine Herausforderung, die richtige Menge an Paste aufzutragen. Normalerweise genügt eine hauchdünne Schicht, um eine reibungslose Wärmeübertragung gewährleisten zu können. Dabei sollte die Objektoberfläche noch leicht durchscheinen.

Wärmeleitpaste

Die Wärmeleitpaste sollte unbedingt in einer gleichmäßig dicken Schicht aufgetragen werden. (Bildquelle: Mika Baumeister/ unsplash)

Wenn die Wärmeleitpaste zu dick aufgetragen wird, kann die Wärme schlechter abgeleitet werden. Dies führt unter Umständen zu einem nicht optimalen funktionierenden Kühler.  Außerdem könnten Teile der Paste auf andere Bauteile tropfen. Das kann dem Gerät erheblich schaden, speziell, wenn die Paste elektrisch leitfähig ist.

Wird zu wenig von der Paste aufgetragen, ist die Wärmeabfuhr nur stellenweise gewährleistet. Dies wiederum kann auf Dauer zu einer Überhitzung des Objekts führen. Somit kann der Zweck der Paste nicht erfüllt werden.

Allgemein gilt: Die richtige Menge ist entscheidend. Beim Auftragen von zu wenig oder zu viel Paste riskierst du in beiden Fällen einen Defekt des Gerätes.

Womit kann ich alte Wärmeleitpaste wieder entfernen?

Speziell bei CPU und GPU kann veraltete Wärmeleitpaste die Kühlleistung des Kühlsystems einschränken. Darum ist es umso wichtiger, dass du die Paste je nach Dauer des Gebrauchs wechselst oder entfernst. Wenn du eine Erhitzung deines elektronischen Geräts bemerkst, ist meist eine ausgetrocknete Paste die Ursache.

Um die Paste schnell und einfach zu entfernen benötigst du:

  • eine Flüssigkeit auf Alkoholbasis
  • ein fusselfreies Tuch

Wärmeleitpaste

Dabei ist das richtige Tuch (z. B. Mikrofaser) entscheidend, denn einzelne Papierprodukte können unter Umständen feiner Fasern zurücklassen, die den Wärmefluss beeinträchtigen. (Bildquelle: Andrea Piacquadio/ Pexels)

Für die Flüssigkeit eignen sich auch etliche Haushaltsmittel wie: Nagellack-Entferner, Brennspiritus, Waschbenzin sowie auch 40% – haltiger Wodka.

Fazit

Eine Wärmeleitpaste optimiert die Wärmeübertragung zwischen Kühlkörper und einem erhitzten elektronischen Bauteil. Sie ist also aus keinem Gerät wegzudenken und sollte unbedingt verwendet werden, um dein Gerät vor möglichem Defekt durch Überhitzung zu schützen. Du findest sie in drei verschiedenen Arten: Keramik, Silikon / Kohlenstoff und Metall.

Während Keramik und Silikon / Kohlenstoffpasten für jedermann geeignet sind, sind Metallwärmeleitpasten mit besonderer Vorsicht zu genießen. Durch die metallischen Partikel in der Paste wird sie elektrisch leitfähig und darf keinesfalls beim Auftragen auf umliegende Komponenten tropfen.

Das würde ansonsten die Bauteile erheblich beschädigen. Um die Paste perfekt zu verteilen, bieten sich entweder die Klecks- oder Streichmethode an. Falls jedoch beim Auftragen doch ein wenig daneben geht, kannst du die überlaufende Paste problemlos mit in Alkohol eingetauchtem Mikrofasertuch entfernen.

Bildquelle: Cuchina/ 123rf

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